Ungewöhnlich fasten? Vierzig Tage ohne Auto

autopůst

Prag (21. Januar 2016) – Vierzig Tage ohne Auto? In der vorösterlichen Fastenzeit kann man die Grenzen seiner Möglichkeiten kennen lernen und auf eine eher ungewöhnliche Art fasten. Die Organisatoren der Veranstaltung „Auto-Fasten“ fordern dazu auf.

Die Fastenzeit beginnt dieses Jahr am 10. Februar, am Aschermittwoch und endet am Karsamstag, dem 26. März.

„Auto-Fasten ist eine andere Möglichkeit des Fastens, ein Impuls zum Nachdenken über unseren Umgang mit der Umwelt. Wir können so eine Zukunft mitgestalten, in der das Leben auf der Erde höher geschätzt wird.“ beschreibt Marek Drápal, der Gründer der Initiative deren Sinn. Er fügt hinzu, dass ein Weiterwirken der Aktion wünschenswert wäre. „Es wäre schön, wenn die Menschen sich bewusst machen würden, dass sie eigentlich nicht so viel mit dem Auto fahren brauchen und anfangen würden, andere, umweltschonendere Alternativen zu nutzen.“ erklärt er.

Ludmila Nepomucká aus Brünn möchte teilnehmen. „Ich finde, es ist eine interessante Idee und ich will es ausprobieren. Ich bin selbst neugierig, ob ich es schaffe, die Aktion nicht abzubrechen. Mit einem Kleinkind wird das eine echte Herausforderung.“ sagt die junge Mutter.

In der Bibel wird der Mensch in der Schöpfungsgeschichte mit der Verwaltung der Erde beauftragt. An uns ist es zu beurteilen, wie es uns gelingt, mit diesem Geschenk umzugehen. Die durch den Verkehr verschmutzte Luft hat negative Auswirkungen auf die Gesundheit. Einigen Forschungen nach verursacht sie jedes Jahr den vorzeitigen Tod von ungefähr 370 000 Europäern. Das sind siebenmal so viel Menschen wie bei Autounfällen sterben. Auch der durch den Autoverkehr verursachte Lärm wirkt sch negativ auf die Psyche aus und ist oftmals der Grund für Schlaflosigkeit und Aufmerksamkeitsstörungen.

„Auto-Fasten“ findet in Tschechien seit 2011 regelmäßig statt. Die Inspiration dazu war eine ähnliche Veranstaltung in Österreich und Deutschland. Die Veranstaltung wird vom Beratungsausschuss für Umweltfragen beim Synodalrat der Evangelischen Kirche der Böhmischen Brüder organisiert und steht unter der Schirmherrschaft des Christlichen Netzwerkes für Umweltschutz in Tschechien.

Kontakt:

Marek Drápal, 00420 481 120 877, marek@drapal.org

Mehr unter www.autopust.cz

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