Bulletin 42 – Advent 2017 Der Leitartikel

Liebe Leserinnen und Leser,

große Jubiläen gibt es in kirchlichen Kreisen, besonders in der Evangelischen Kirche der Böhmischen Brüder in den letzten Jahre wahrlich genug.

Im Jahr 2015 sind 600 Jahre seit dem grausamen Tod von Jan Hus vergangen, ein Jahr später 600 Jahre seit dem gleichen Tod von Hieronymus von Prag und dieses Jahr feiern wir das 500. Jubiläum des Beginns der Weltreformation, verkörpert vor allem in der Person Martin Luthers und verortet mit dem Thesenanschlag an der Schlosskirche in Wittenberg.

In dieser neuen Ausgabe unserer Evangelischen Nachrichten aus Tschechien können Sie von zwei Ereignissen lesen, die im Zusammenhang mit diesem Jubiläum unsere Kirche betreffen.

Das freut uns, aber gleichzeitig müssen wir auch über dunkle und schmerzhafte Seiten unseres Lebens schreiben, vor allem, was wir dagegen tun können. Dr. Denis Mukwege, dieser mutige und standhafte Arzt aus der Demokratischen Republik Kongo, kann uns hier in diesem Sinn ein schönes Beispiel sein. Von ihm erzählt Olga Navrátilová, Mitglied des Rates des Lutherischen Weltbundes.

Der Advent bringt uns Hoffnung, trotz allem Schlechten, das sich in unserer Welt so gerne ausbreitet. Er bringt uns die gute Nachricht davon, wer Herr über alles ist und von wem unsere Erlösung kommt. Das ist eine Botschaft, die besonders vor Weihnachten, verbreitet werden soll.

„Weil wir denn einen großen Hohenpriester haben, Jesus, den Sohn Gottes, der die Himmel durchschritten hat, so lasst uns festhalten an dem Bekenntnis. Denn wir haben nicht einen Hohenpriester, der nicht könnte mit leiden mit unserer Schwachheit, sondern der versucht worden ist in allem wie wir, doch ohne Sünde. Darum lasst uns freimütig hinzutreten zu dem Thron der Gnade, auf dass wir Barmherzigkeit empfangen und Gnade finden und so Hilfe erfahren zur rechten Zeit.“ (Hebr. 4, 14-16)

Jana_PliskovaJana Plíšková