Fastenzeit – Zeit der Besinnung. Was können wir für unsere Umwelt tun?

IMG_7081 náhledWas können wir für unsere Umwelt? Auch solche Fragen wirft die Fastenzeit auf, die Zeitspanne vor Ostern, die dieses Jahr am 14. Februar begonnen hat. Die Evangelische Kirche der Böhmischen Brüder macht gleich mehrere Angebote, wie diese Zeit genutzt werden kann.

Der Fasten-Kalender gibt uns für jeden Tag einen neuen Impuls, seinen Mitmenschen oder seiner Umgebung etwas Gutes zu tun. Er bietet uns Anregungen dafür, wie man seinen eigenen ökologischen Fußabdruck ausrechnet, wie man beim Putzen gefährliche Chemikalien vermeidet, wie man sein Mobiltelefon verantwortungsbewusst aussucht, oder wozu bürgerschaftliches Engagement dient. An den Sonntagen ist jeweils eine kurze biblische Andacht von einem evangelischen Pfarrer/einer evangelischen Pfarrerin abgedruckt.

Autofasten (http://autopust.cz/) ist eine Anregung, die Fastenzeit (oder wenigstens die letzte Woche) ohne Auto zu verbringen oder die Autofahrten zu reduzieren. Inspiriert von ähnlichen Aktionen in Österreich und Deutschland findet das Autofasten in der Tschechischen Republik regelmäßig seit dem Jahr 2011 statt und es nehmen mehrere hundert Menschen daran teil. Eine diesjährige Neuigkeit ist ein „Rechner“, den man auf der erwähnten Internetseite findet und der die tatsächliche Zeitersparnis (bzw. den entsprechenden Zeitverlust) bei der Autofahrt ausrechnet.

Beide Aktivitäten sollen zu einem intensiveren Nachdenken über unser Verhalten gegenüber der Umwelt anregen. In der Bibel wird der Mensch in der Schöpfungsgeschichte mit der Bewahrung der Erde beauftragt. Deshalb sollten wir uns ihr gegenüber verantwortungsbewusst verhalten.

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Beide Initiativen werden vom Beratungsausschuss für Umweltfragen der Evangelischen Kirche der Böhmischen Brüder in Kooperation mit dem Tschechischen christlichen ökologischen Netzwerk vorbereitet. Der Gedanke des Umweltschutzes steht auch hinter der Aktion mit dem Namen „Auf dem Fahrrad in die Kirche“, welche durch den gleichen Ausschuss jeweils im September organisiert wird. Es handelt sich um einen konkreten Sonntag, an dem Christen auf das Verhältnis zur Umwelt aufmerksam machen können, indem sie ihr Auto zuhause lassen und mit dem Fahrrad zur Kirche fahren.