Der Ökumenische Rat lehnt die Besteuerung von zurückerstatteten Kirchengütern ab

ercDer Ökumenische Rat der Kirchen in der Tschechischen Republik hat mit Besorgnis auf Information reagiert, dass das Abgeordnetenhaus des Parlaments der Tschechischen Republik in einer ersten Lesung die Eingabe der Kommunistischen Partei in Böhmen und Mähren für eine Besteuerung der Restitution der Kirchengüter unterstützte.

Die Verlautbarung der Vollversammlung des Ökumenischen Rats der Kirchen vom 21.11.2017 sei hier nochmals abgedruckt:

 „Die Vollversammlung des Ökumenischen Rats der Kirchen gibt bekannt, dass mit der Verabschiedung des Gesetzes Nr. 428/2012 zur Restitution des Kirchenbesitzes und den folgenden abgeschlossenen Verträgen aus Sicht des Ökumenischen Rats der Kirchen die Frage des Eigentumsausgleichs geklärt ist. Die erlangte Einigung war die Folge eines Kompromisses aller beteiligten Seiten und ermöglichte die Erneuerung der Besitzzustände und die unabhängige Stellung der Kirchen. Hinsichtlich ihrer Existenz und ihres Wirkens sind die Kirchen ein unverzichtbares Glied der demokratischen Gesellschaft.“

Zu dieser Verlautbarung steht der Ökumenische Rat der Kirche weiterhin. Als traurige Ironie sieht er, dass diese Eingabe zur Besteuerung gerade zu einer Zeit verhandelt wurde, als des 70.  Jahrestages des Kommunistischen Putsches von 1948 und der Opfer des totalitären Regimes gedacht wurde. Gegen jegliche Versuche, kommunistisches Unrecht zu rechtfertigen oder zu minimieren, wird sich der Ökumenische Rat der Kirchen mit allen zur Verfügung stehenden demokratischen Mitteln einsetzen.