Erstes Treffen einer tschechisch-niederländischen Arbeitsgruppe

IMG_20180404_163744Am Ostermontag traf sich erstmals eine tschechisch-niederländische Arbeitsgruppe, die sich über drei Jahre dem Thema Säkularisierung widmen wird. Das erste gemeinsame Seminar fand vom 2. – 4. April 2018 in Horní Maršov (Marschendorf) im östlichen Riesengebirge statt, und zwar in den Räumen eines ehemaligen Pfarrhauses, das nach behutsamer Sanierung heute von einem Verein genutzt wird.

Die Gruppe ist auf Grund der Gespräche zwischen Vertretern der Stiftung SKGO (Kerkelijke Gemeendeopbouw Oost-Europa) und Pfarrer Pavel Pokorný entstanden. Die Stiftung SKGO, die aus dem geistigen Erbe Hebe Kohlbrugges erwachsen ist, ist personell mit der Protestantischen Kirche in den Niederlanden verbunden.

Ziel des dreijährigen Seminars ist es, das Thema Säkularisierung systematisch zu bearbeiten. Dabei geht es um die Fragen wie wir Säkularisierung verstehen, wie wir sie reflektieren, welche Erfahrungen es mit deren Folgen auf das kirchliche Leben gibt und welche Vision wir für das kirchliche Leben in einer säkularen Gesellschaft haben.

IMG_20180404_144352In Horní Maršov trafen sich die Mitglieder der Arbeitsgruppe aus den Reihen der Pfarrerschaft der EKBB Daniel Pfann, Jiří Šamšula und Aleš Wrana, aus den Niederlanden kamen die PfarrerInnen Carola Dahmen, Hanneke Allewijn, Martijn van Leerdam und Sijbrand Alleblas. Die Mehrheit von ihnen bringt eigene Erfahrungen als Seelsorger in Krankenhaus, Gefängnis und Schule mit. Zu Beginn des Treffens waren auch Pavel Pokorný sowie die SKGO-Vertreter Ids Smedema und Jan Kraaijeveld anwesend.

Die Teilnehmer der Gruppe hatten in Horní Maršov die Möglichkeit, sich über Erfahrungen und Beispiele der Begegnung mit dem säkularen Umfeld in der kirchlichen Praxis auszutauschen. Man bedachte die Konzeption dieses Projekts und legte weitere Arbeitsschritte fest.

Das nächste Treffen wird 2019 in Holland stattfinden.

Jana Špinarová