Weltmissionskonferenz in Arusha, Tansania

Arusha, Tanzania, March 2018Die 14. Konferenz über Weltmission und Evangelisation fand vom 8.-13. März 2018 in der Stadt Arusha in Tansania statt. Wie üblich wurde sie von der Kommission für Weltmission und Evangelisation (CWME) des Ökumenischen Rates der Kirchen organisiert und diesmal nahmen über 1000 Delegierte aus protestantischen, orthodoxen, anglikanischen, katholischen und weiteren Kirchen teil. Aus der EKBB nahm der junge Theologe Pavol Bargár daran teil. Wir bringen hier Auszüge aus seinem Bericht:

Nach dem Eröffnungsgottesdienst gab Dr. Mutale Kaunda, eine junge Christin der Pfingstbewegung aus Sambia, durch ihre Rede den Ton der gesamten Konferenz vor, indem sie den Teilnehmern die Frage stellte, wie wir helfen können, sozio-politische und ökonomische Veränderungen in der Gesellschaft zu verwirklichen, zur Beseitigung von Ungleichheit zwischen den Geschlechtern oder zu einer besseren Gesundheitsversorgung für Menschen am Rande der Gesellschaft beizutragen.

PhotoByAlbinHillert_20180312_AH2_3211Die einzelnen Tage der Konferenz waren thematisch konzipiert und widmeten sich in den frühen Plenarsitzungen der Evangelisation und Mission an der Peripherie der Gesellschaft und der missionarischen Entwicklung. Am Sonntag waren alle Anwesenden zu Gottesdiensten in den Gemeinden der Stadt Arusha und deren Umgebung, sowie in der Region Kilimandscharo eingeladen.

Die letzte Plenarsitzung verabschiedete nach langer Diskussion eine Schlussbotschaft der gesamten Konferenz. Die Moderatorin des Ökumenischen Rates der Kirchen, Agnes Abuom, erinnerte im Anschluss daran, dass wir als Christen zur Nachfolge des Gekreuzigten eingeladen sind und nicht zur Nachfolge derer, die Verantwortung für verschiedene Formen der Kreuzigung gestern und heute unter uns tragen.

Am Abschlusstag der Konferenz brachte Ignatios Mor Afrem II, Patriarch der syrisch-orthodoxen Kirche, eine Botschaft über Leid und Hoffnung aus dem von Krieg gezeichneten Syrien. Sein Schlusswort war gewissermaßen Ein Gegenpol zum Eingangsvortrag von Mutale Kaunda, beide jedoch verband das Thema Mission und christliches Leben an der Peripherie der Gesellschaft, der Hauptakzent der gesamten Konferenz.

Stol Pánov

Es kann festgehalten werden, dass sich die 14. Konferenz über Weltmission und Evangelisation auf die christliche spirituelle Entwicklung der Nachfolger Jesu Christi konzentrierte, die zu einer positiven Veränderung der Welt aufgerufen sind.

Pavol Bargár, Oliver Engelhardt