Petr Kratochvíl in den Vorstand der Konferenz Europäischer Kirchen berufen

kratochvil_petrAuf der Vollversammlung der Konferenz Europäischer Kirchen (KEK) im Juni wurde ein neuer Präsident gewählt – die Wahl fiel auf den evangelischen Pfarrer Christian Krieger aus dem Elsass. Der Vorstand (Governing Board) hat einen tschechischen Neuzugang – Petr Kratochvíl von der Evangelischen Kirche der Böhmischen Brüder, einer kleinen Diasporakirche.

Bei der Wahl werden regionale und konfessionelle Gesichtspunkte in Betracht gezogen, die Satzung verlangt, dass mindestens ein Viertel der Mitglieder aus orthodoxen oder orientalischen Kirchen kommen. Bei der Aufstellung der Kandidaten wird auch an die Vertretung von Frauen, der Jugend und Laien gedacht.

Für seine fünfjährigen Amtszeit hat sich der neue Präsident Christian Krieger zwei Ziele gesteckt: „Das erste Ziel ist es, die Gemeinschaft zwischen den Kirchen in Europa weiter auszubauen. Ich will den Dialog untereinander stärken und zu diesem mehr Gelegenheit in unseren gemeinsam Sitzungen bieten. Das zweite Ziel ist dann das Zeugnis der Kirchen in Europa und für Europa. Damit geht ein größeres Engagement in sozialen Fragen, in Sachen wirtschaftlicher Gerechtigkeit, der Fürsorge für Migranten und anderen Themen einher“, erklärte er bei seiner Kandidaturvorstellung.

Unter den siebzehn gewählten Mitgliedern des Vorstands befindet sich auch ein Tscheche: Prof. Petr Kratochvíl von der Evangelischen Kirche der Böhmischen Brüder, welcher von allen sechs tschechischen Kirchen, die Mitglieder der KEK sind, gemeinsam nominiert wurde. Er ist beruflich als Direktor des Instituts für Internationale Beziehungen tätig.

Zum Ersatzmann wurde dann auch Dr. theol. Petr Jan Vinš von der altkatholischen Kirche gewählt, derzeitiger Generalsekretär des Ökumenischen Rates der Kirchen in der Tschechischen Republik.

Pressemeldung des Ökumenischen Rats der Kirchen in der Tschechischen Republik