Schule auch im Regen

Student kit distribution in Shan Taung village,Mrauk U.In Myanmar (früher Burma) half die Diakonie fünf Schulen aufzubauen, die von über 1000 Schülern besucht werden. Bildung ist für sie die Basis für alles. Sie kann sie aus der Armut befreien, in der ihre Eltern heute leben.

 Da ist zum Beispiel das Mädchen Shwe Hla Sein (11 Jahre), die in die sechste Klasse der Grundschule in der Stadt Mrauk, im Staat Rakhaing, geht. Sie hat fünf Geschwister, drei von ihnen besuchen die gleiche Schule wie sie. Die Eltern unterstützen ihre Kinder in der Ausbildung, auch wenn sie das an die Grenzen ihrer finanziellen Möglichkeiten bringt. Die ganze Familie lebt nur von einer kleinen Landwirtschaft in einem Dorf.

Oft konnten die Kinder gar nicht zu Schule gehen. Nicht, weil sie nicht wollen, sondern weil die Gebäude unbenutzbar waren. Die Schule war nur ein provisorischer Bau aus Bambus und in der Regenzeit (im tropischen Myanmar kann die Regenzeit von Mai bis Oktober gehen) hat es dort stark reingeregnet. Es fehlten auch entsprechende Toiletten und befestigte Zufahrtswege.

Mit der Hilfe der Diakonie wurden die Schulgebäude wieder in Stand gesetzt, das bedeutete vor allem, der Bau von Sanitäranlagen. Die Schule, die die kleine Shwe Hla Sein mit ihren Geschwistern besucht, wurde schließlich komplett neu gebaut. Es entstand ein neues solides Gebäude, in dem die Kinder das ganze Jahr über lernen können, egal bei welchem Wetter. Sie hat außer den neuen Schulräumen auch ein Trinkwasserbecken, das es früher auf dem Gelände nicht gab.

Hand Washing days at Maw Village  (2)Die Eltern von Shwe Hla Sein haben auch ihren großen Dank bekundet, dass alle ihre schulpflichtigen Kinder von der Diakonie eine Schulausstattung bekommen haben (Uniform, Schuhe, Regenschirm, Hefte, Schreibmaterialien und weitere Hilfsmittel) und einen Kulturbeutel für die tägliche Hygiene (mit Seife, Nagelschere, Kamm, Handtuch, Zahnbürste, Zahnpasta).

An den Projekten in Myanmar beteiligte sich die Diakonie zusammen mit dem tschechischen Außenministerium und dem Lutherischen Weltbund.

Adam Šůra