In Zeiten der Pandemie

Schüler der Evangelischen Akademie Náchod helfen bei der Betreuung der Kinder von Krankenhausmitarbeitern aus

Náchod (4)Wegen der Ausbreitung des neuen Coronavirus wurde auf Grundlage der außerordentlichen Regierungsmaßnahmen Mitte März in den Schulen der Unterricht verboten. Bereits am Tag darauf begannen in Náchod zwischen dem Kreiskrankenhaus und der Fachschule für Sozial- und Gesundheitswesen der Evangelischen Akademie Gespräche über eine Zusammenarbeit bei der Kinderbetreuung.
Wir stießen hier auf große Hilfsbereitschaft. An jedem Werktag kommen etwa zehn Kinder zwischen vier und zwölf Jahren zur Schule, inzwischen sind auch die Kinder der Apothekenangestellten dazugestoßen. In der ersten Woche kümmerten sich zunächst die Mitarbeiter der Schule freiwillig um die Kinder, bereits in der zweiten Woche engagierten sich auch Freiwillige aus den Reihen der Schüler.

Náchod (5)Am häufigsten nutzen die Kinder den Raum für Literaturunterricht, dort können sie lesen oder verschiedene Spiele spielen. Weitere Räume werden zum Beispiel für die Anfertigung der Hausaufgaben genutzt, die sie von ihrer Grundschule bekommen. Dem Bewegungsdrang der Kinder schaffen die Turnhalle und der kleine Garten Abhilfe.

Auch die lokalen Firmen bereicherten das neue Schulleben, indem sie kleine Geschenke zur Verfügung stellten, die nicht nur für die Kleinen, sondern auch für die Schulleitung eine willkommene Überraschung waren. Fleißige Näherinnen fertigten für die Kinder und die Lehrerinnen eine Vielzahl von Masken an. Es ist schön, diese strahlenden Kinderaugen zu sehen und die Dankesbriefe der Mütter zu lesen, deren Kinder um jede Minute betteln, die sie länger bleiben dürfen.

Wir danken für die Hilfe und Unterstützung!

Renata Dušková, Ombudsfrau Krankenhaus Náchod

Die Evangelische Akademie Brünn in Zeiten der Coronakrise

Unsere Schulen sind zwar geschlossen, aber Schüler, Studenten und Lehrende liegen nicht auf der faulen Haut! Der Unterricht geht seit den ersten Tagen der Schließung als Fernunterricht weiter und alle versuchen aus der Situation das Beste zu machen.

Einige unserer Fachlehrer unterstützen die Krankenschwestern in den Brünner Krankenhäusern, viele Schüler und Lehrer helfen auf unterschiedliche Weise als Freiwillige aus.

Náchod (1)Am schwierigsten ist vielleicht, dass die volljährigen Schüler unserer beiden Schulen von der Regierung zu Arbeitseinsätzen einberufen worden sind. Das bedeutet, dass sie, sobald Bedarf bestehen sollte, in Krankenhäuser oder andere soziale Einrichtungen beordert werden, um das dortige Personal zu unterstützen und Kunden sowie Patienten zu helfen. Schon jetzt ist das keine bloße Theorie, einige Schüler wurden schon eingezogen und für weitere ist das nur eine Frage von Tagen.  Gerade für sie ist die Situation besonders schwierig.

Wir versuchen ihnen „in der Ferne nah“ zu sein, sie zu unterstützen und zu ermuntern. Wir bleiben an unseren Rechnern während sie vor Ort helfen. Aber unsere Schüler sind entschlossen ihr Bestes zu geben. Ich bin ziemlich stolz auf sie.

Marta Židková, Schulseelsorgerin