Bulletin 52 – Ostern 2021

Liebe Leserinnen und Leser,

Im letzten, dem Weihnachts-Bulletin, haben wir über einige große historische Jahrestage geschrieben. Dieses Mal ist es anders, es fällt mir nur ein Jahrestag ein und dazu ein ziemlich paradoxer. Es ist nämlich gerade ein Jahr her, seit wir, eine große Mehrheit, zu Hause eingeschlossen sind, weil uns von draußen ein höchst ungebetener Besucher bedrängt, Coronavirus genannt. Und irgendwie wird es nicht besser, die Zahlen sind eher unerfreulich, zuweilen sieht es hoffnungsvoll aus, aber dann kommt wieder ein Sprung zurück, es geht andauernd nach oben und wieder nach unten…

Wir versuchen so gut es geht normal zu leben, aber wir schaffen das nicht so recht, wir sehen unsere Angehörigen nicht, wir haben Bedenken im Blick auf die, denen wir begegnen, mit einem Kameraden auf einen Kaffee oder ein Bier zu gehen, das kommt uns fast schon wie ein schöner Traum vor.

Was bringt uns diese Zeit Gutes? Jede schlechte Etappe hat doch auch ihr Gutes, und in diesem Fall auch für uns wichtige Seiten. Das Leben wurde nicht angehalten! Ja, viele Menschen sterben, und das tut uns weh, aber sehr viele sind auch wieder gesund geworden und Kinder werden geboren, so als wäre nichts! Zum Glück erscheinen auch weiterhin gute Bücher, wir haben also etwas zum Lesen, seien wir dafür dankbar! Und nicht nur Bücher, es entstehen auch sehr gute Filme, Theatervorstellungen – und dass die Menschen sich nicht vom Virus kleinkriegen lassen, das ist doch auch eine gute Nachricht, es ist nicht alles schlecht!

Um wenigstens etwas von dem zu erwähnen, was Sie im neuen Bulletin lesen, möchte ich auf zwei junge Pfarrer hinweisen, die sich Pastoral Brothers nennen. Diese wollen sich sicher auch nicht vom Virus zum Schweigen bringen lassen. Die Beiden sind Pfarrer und gleichzeitig ein bisschen Schauspieler in einem, die Hoffnung bringen, Freude, aber was ganz besonders wichtig ist – sie sprechen auch erfolgreich die atheistische Mehrheit der Tschechen an! Und das will schon etwas heißen! Schauen Sie sich die Beiden an; und halten wir uns alle an die Hoffnung, die von Oben kommt.

Jana_PliskovaFür den Redaktionsrat

Jana Plíšková