Kategorie-Archiv: Aktuell aus der Diakonie

Roma unter uns. Die Geschichte einer Abiturientin

IMG_3891 - kopieEin schüchternes Klopfen ist zu hören. Dann wird die Tür aber ungestüm aufgerissen und zwei kleine Mädchen stürmen herein. Sie stürzen sich auf Andrea und bitten sogleich: „Andy, spielen wir Zucker- Kaffee?“ Andrea Bendíková wird umschlungen und antwortet geschwind: „Aber erst nach dem Nachhilfeunterricht, einverstanden?“ Die Mädchen stimmen zu. Roma unter uns. Die Geschichte einer Abiturientin weiterlesen

Hoffnung bewahren. Wem und wie eine Spende aus der Fastensammlung hilft

IMG_5386Nach Zaatari, einem der größten Flüchtlingslager der Welt, gelangt man bequem mit dem Auto. Meist fährt man über die Autobahn los, die von Amman, der Hauptstadt Jordaniens, an die syrische Grenze führt. Dort biegt man auf die sogenannte Bagdader Straße ab, fährt durch eine leicht hügelige Wüstenlandschaft und sieht schon von Weitem so etwas wie eine große Stadt. Vor 2012 stand der Name Zaatari für ein kleines Dörfchen. Doch alles änderte sich, als in Syrien die Gewalt des Krieges ausbrach. Nach Jordanien kamen immer mehr Flüchtlinge. Hoffnung bewahren. Wem und wie eine Spende aus der Fastensammlung hilft weiterlesen

Das Jahr 2016 war für die Diakonie erfolgreich

Die Diakonie wächst – es gibt mehr als 130 Einrichtungen in der ganzen Tschechischen Republik. In der Diakonie arbeiten rund 2000 Mitarbeitende. Die Schulen und Kindergärten der Diakonie werden von 423 Kindern besucht. Es gelang auch, dass die Diakonische Akademie, die verschiedene Weiterbildungskurse anbietet, jetzt auch Angebote für die Sozialen Dienste miteinschließt. Die Kurse stehen nicht nur Mitarbeitenden der Diakonie offen, sondern auch weiteren Interessierten der Sozialen Arbeit. Aktuell bietet die Diakonische Akademie 50 verschiedene Themen der Weiterbildung an und ist die einzige Akademie auf dem tschechischen Markt, die auch Langzeit- (6 monatige) Fortbildungen anbietet, für Management im Sozialen Dienst, für Mitarbeitende, die mit Menschen mit Demenz arbeiten und für Assistenten, die Menschen mit Behinderungen und Autismus unterstützen. Das Jahr 2016 war für die Diakonie erfolgreich weiterlesen

Neuer Leiter der Diakonie der EKBB

Als neuer Leiter der Diakonie der EKBB wurde Jan Soběslavský vom Synodalrat der EKBBúvodní ab dem 1. April 2017 ernannt. Die Ernennung erfolgte auf Grundlage der Ergebnisse des Auswahlverfahrens und auf Empfehlung des Aufsichtsrats der Diakonie der EKBB. Jan Soběslavský (37) studierte Jura sowie Evangelische Theologie, in der Diakonie ist er seit zwölf Jahren tätig. Er begann als Rechtsberater in der Verwaltung der Organisation, im Jahr 2007 wurde er Leiter der Diakonie Brünn, die unter seiner Führung ihr Angebot an Diensten, besonders für Senioren und Menschen mit geistigen Behinderungen, erweiterte. Seit 2010 ist Jan Soběslavský Mitglied im Verwaltungsrat der Diakonie.

Die Vertreter der Diakonie, und somit auch der EKBB, dankten dem vorherigen Leiter der Diakonie Petr Haška für seine Arbeit an der Spitze der Organisation. “In diesen paar Jahren habe ich zusammen mit Ihnen und Euch viele wunderbare Momente erlebt”, ließ Petr Haška allen aus der Diakonie ausrichten. Sein Grußwort zu seiner Verabschiedung kann man im Internet auf dem Kanal youtube.com/diakoniecz. in tschechischer Sprache nachhören.

Diakonie und Kirche für Asylanten

úvodní„Diakonie eröffnet Asylanten Möglichkeiten“ – so heißt das Projekt, welches die Diakonie schon seit einem halben Jahr mithilfe seines Zentrums nationaler Programme und Dienste realisiert. Dessen Mitarbeiter haben langjährige Erfahrung in der Arbeit mit Migranten und Asylanten und im Rahmen dieses Asylprojekts helfen sie auf vielfältige Weise bei der Integration in die tschechische Gesellschaft. Sie wollen damit der sozialen Ausgrenzung, der Entstehung von Ghettos und weiteren Problemen vorbeugen. Diakonie und Kirche für Asylanten weiterlesen

Therapie für Täter von häuslicher Gewalt. Interview mit Anna Stodolová

Menschen sind konfliktfreudig und verletzen andere oft, weil ihnen selbst etwas weh tut. Wir wollen sie nicht entschuldigen. Wir können sie aber verstehen und ihnen helfen. Wir redeten mit Anna Stodolová, der Leiterin des Therapie-Programms „Stop der Gewalt in Beziehungen“.

19 foto Anna StodolováPhDr. Anna Stodolová (43 Jahre) absolvierte Psychologie an der Philosophischen Fakultät der Karlsuniversität in Prag. Seit 1996 arbeitet sie in der Diakonie der EKBB – Zentrum christlicher Hilfe in Prag, im SOS Zentrum, wo sie sich Krisen-Intervention, Psychotherapie und Beratung widmet. Sie ist beteiligt an dem Projekt Gewalt in Beziehungen, wo sie individuelle aber auch Paar-Therapie anbietet. In ihrer privaten Praxis arbeitet sie individuell mit Erwachsenen und Jugendlichen und bietet ebenfalls Paar-Therapie an. Sie ist Lektorin für Kurse über Krisen-Intervention und über die Arbeit mit Aggression in Beziehungen. Seit 2008 bietet sie Veranstaltungen für Eltern an, in denen sie sich Themen wie Erziehung und Partnerbeziehung widmet. Therapie für Täter von häuslicher Gewalt. Interview mit Anna Stodolová weiterlesen

Werte und diakonische Arbeit in der Schweiz und bei uns

náhledIn der heutigen Zeit, in der auch Dienste als Waren und bedürftige Menschen als Klienten betrachtet werden, in der wir auch in diesem Bereich von Konkurrenz unter den Anbietern reden, wird es für die Diakonie der Evangelischen Kirche der Böhmischen Brüder immer wichtiger, sich über den eigenen Platz zwischen anderen Anbietern sozialer Dienste klar zu werden, sich nach der eigenen Identität zu fragen, nach dem, was sie definiert und von Anderen unterscheidet. Wie soll man in einem Land, in dem 90% der Bürger keiner Religion angehören und trotz Benachteiligung nichtstaatlicher Organisationen der Konkurrenz anderer Dienstleister standhalten? Wie soll man Seelsorge leisten, wenn mehr als 85% der Angestellten und Klienten nicht religiös sind? Wie soll man neue Mitarbeiter gewinnen, wenn es an finanziellen Mitteln mangelt, und wie die bestehenden erfahrenen und guten Mitarbeiter halten. Werte und diakonische Arbeit in der Schweiz und bei uns weiterlesen

Die Diakonie schloss sich dem Netzwerk Eurocarers und dem Projekt Innovage an

Diakonie_CCE_znakDie Diakonie der EKBB hat sich dem europaweiten Netzwerk Eurocarers und dem Projekt Innovage (InformCare) angeschlossen. Ziel ist es, Menschen, die ihre Verwandten pflegen, mit Hilfe einer Web-Plattform wichtige und vollständige Informationen zu bieten. Informiert werden sollen aber beispielsweise auch Arbeitgeber, für die es wichtig ist, die Situation der Pflegenden zu verstehen und ihnen entgegenkommen. Die Infos auf der Web-Plattform sind in 24 offiziellen Sprachen der Europäischen Union zugänglich. Es gibt sowohl Informationen, die für alle EU-Länder gelten, als auch spezifische nationale Inhalte. Die Diakonie der EKBB ist in der Tschechischen Republik eine der wenigen Organisationen, die sich systematisch mit der Unterstützung häuslicher Pflege auseinandersetzt. Das diakonische Projekt „Pflege Zuhause“ ist auf die praktische Unterstützung pflegender Angehöriger durch intensive Beratung und Kurse in häuslicher Pflege ausgerichtet. Das Institut für würdevolles Altern (Institut důstojného stárnutí) bietet eine Basis für die interdisziplinäre Zusammenarbeit von Fachöffentlichkeit, Wissenschaft, öffentlicher und kommunaler Verwaltung, Zivilgesellschaft und einzelner Personen, die sich mit dem Thema des  Alterns in Würde auseinandersetzen.