Kategorie-Archiv: Aktuell aus der EKBB

Tschechisch-Amerikanische Partnerschaft online

OLYMPUS DIGITAL CAMERADie Partnerschaft zwischen der EKBB und der Presbyterianischen Kirche in den USA hat eine lange Tradition. Viele Wurzeln liegen im 19. Jahrhundert. Damals gründeten Immigranten aus den Böhmischen Ländern in Amerika tschechische evangelische Gemeinden. Diese pflegten oft intensive Beziehungen zu den Evangelischen in der alten Heimat. Viele dieser Gemeinden wurden Teil der Presbyterianischen Kirche in den USA. In der Zeit des Kommunismus und der geschlossenen Grenzen wurden viele Kontakte unterbrochen. Tschechisch-Amerikanische Partnerschaft online weiterlesen

Pfarrer fesseln auf YouTube die tschechische Öffentlichkeit

01Sie nennen sich Pastoral Brothers und stellen neben ihrer normalen Arbeit auch sehr originelle Videos ins Internet. Jakub Malý und Karel Müller. Zwei evangelische Pfarrer aus Prag. Der Erfolg ihrer Beiträge, mit denen sie biblische Themen der breiten Öffentlichkeit näherbringen und gleichzeitig satirisch zum öffentlichen Geschehen Stellung nehmen, hat ihre Erwartungen übertroffen. Tausende Fans folgen ihnen regelmäßig. Ihre Videos sprechen wöchentlich Zehntausende Menschen an, und ihre Reichweite in den sozialen Netzwerken geht weit über den Kreis des Seniorats und sogar der gesamten Kirche hinaus. Pfarrer fesseln auf YouTube die tschechische Öffentlichkeit weiterlesen

Eine Botschaft an den postmodernen Menschen. Wie sich der Lebenslauf eines jungen italienischen Studenten mit den Ereignissen längst vergangener Tage kreuzt

1. Alberto Rocchini.1Ich, Alberto Rocchini, komme aus Pavia in Italien, wo ich Literatur und Geschichte studierte. Während eines Studienaufenthalts in Mainz in Deutschland, habe ich angefangen mich für die Reformation zu begeistern und nach meiner Rückkehr nach Italien bin ich in die Waldenserkirche eingetreten. Eine Botschaft an den postmodernen Menschen. Wie sich der Lebenslauf eines jungen italienischen Studenten mit den Ereignissen längst vergangener Tage kreuzt weiterlesen

Wie die Christlichen Begegnungstage in Graz nachholen? Ostrau 2022!

3 setkání křAufgrund der Pandemie mussten die österreichischen Organisatoren die für den 3. bis 5. Juli 2020 in Graz geplanten Christlichen Begegnungstage in Mitteleuropa mit großem Bedauern absagen. Nach dieser schwierigen Entscheidung stellte sich die Frage, wie die 30 Jahre lange Tradition und die Kontinuität dieses Ereignisses aufrechterhalten werden kann, damit es nicht acht lange Jahre unterbrochen wird. Die nächsten Christlichen Begegnungstage, zu denen die Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz eingeladen hat, sind nämlich erst für das Jahr 2024 geplant. Wie die Christlichen Begegnungstage in Graz nachholen? Ostrau 2022! weiterlesen

Ich gehe erhobenen Hauptes

4. identifikační_fotografie)Denkt man an die Herrschaft der Kommunistischen Partei der Tschechoslowakei, waren die 1950er Jahre eindeutig die schlimmsten, härtesten. Im Volk herrschten Schweigen und Angst, manchmal Desinteresse und Gleichgültigkeit, in Teilen sicherlich auch Zustimmung für dieses Regime, das der Nation mit Gewalt aufgezwungen worden war; und von oben Terror, Verhaftungen, Gefängnis und auch Hinrichtungen. Sicher gab und gibt es viele Länder auf der Welt mit einem viel härteren Regime, aber in Mitteleuropa?! Aber ja, die Sowjetunion war schließlich nicht weit … Ich gehe erhobenen Hauptes weiterlesen

Zum 350. Todestag von Johann Amos Comenius

JAKJohann Amos Comenius (tschechisch Jan Amos Komenský) stammte aus dem Südosten Mährens, aus einer Familie, die den Böhmischen Brüdern angehörte. Er wurde am 28. März 1592 geboren. Sein Geburtsort ist jedoch umstritten: mal wird Nivnice (Nivnitz), mal Uherský Brod (Ungarisch Brod) genannt. Johann war nach vier Töchtern der einzige Sohn des Ehepaars Comenius. Seine Kindheit verbrachte er wahrscheinlich an beiden erwähnten Orten im Südosten Mährens, und ab 1598 besuchte er die Brüderschule in Uherský Brod. Zum 350. Todestag von Johann Amos Comenius weiterlesen

Treue bis ins Grab

2. Jašek2 Vor einiger Zeit hatte Petr Jašek einen Traum. Einen Albtraum. Es war im Jahr 2013, als ihm träumte, er wäre in einer Zelle eingeschlossen, säße auf dem Boden auf eisigen Fliesen und schaute ins das, durch ein kleines Fenster oben in der verriegelten Tür herein strahlende Licht. Dieses Bild ließ ihn von da an nicht mehr los, umso mehr, als es zwei Jahre später, Ende 2015, Wirklichkeit wurde. Petr Jašek wurde im Sudan verhaftet und als Spion zu mehr als 20 Jahren Haftstrafe verurteilt. Dank der Bemühungen der tschechischen Regierung und der Botschafterin der Tschechischen Republik in Kairo wurde er im Jahr 2017 entlassen, in der offiziellen Version begnadigt von Präsident Al-Baschir. Über diese Ereignisse schrieb er ein Buch mit dem Titel „Gefangen mit dem IS: Glaube leben im Angesicht des Terrors“ (im Tschechischen: Snubní prsten za život – etwa Den Trauring gegen das Leben), das im November im Brunnen Verlag Gießen erscheint. Treue bis ins Grab weiterlesen

Wodurch ist die Evangelische Kirche der Böhmischen Brüder für ihre ausländischen Partnerkirchen inspirierend und interessant? Eine deutsche Theologin antwortet mit einer Liebeserklärung an die „Böhmische Brüderkirche“:

7. Tabulky ČBIm Jahre 1957 war die Evangelische Kirche in Westdeutschland schon wieder reich und angesehen. Ich war damals blühende siebzehn Jahre alt. Ich hatte die besondere Chance, im Juni 1957 zum ersten Mal die Böhmische Brüderkirche zu besuchen. Ich war Mitglied einer Delegation der Rheinischen Landeskirche zur Prager Comenius-Fakultät. Eingeladen waren eigentlich meine Mutter und weitere sieben Kirchenmänner. Aber mich hatte Mutti mitgenommen. Wodurch ist die Evangelische Kirche der Böhmischen Brüder für ihre ausländischen Partnerkirchen inspirierend und interessant? Eine deutsche Theologin antwortet mit einer Liebeserklärung an die „Böhmische Brüderkirche“: weiterlesen

Ein Kreuz als Symbol der Versöhnung nach vierhundert Jahren

5. Bílá hora Die mittelalterliche militärische Auseinandersetzung auf dem Weißen Berg bei Prag im Jahr 1620 spaltete die tschechische Nation und stürzte sie für die folgenden hundertfünfzig Jahre in Finsternis. Der Jahrestag dieser Schlacht bietet die Gelegenheit zu einem gemeinsamen symbolischen Akt der Versöhnung. Auch wenn die Kirchen schon lange einen gemeinsamen ökumenischen Weg beschreiten, wurde im November 2020 auf dem Weißen Berg ein Versöhnungskreuz als beständiges Zeichen der Vergebung und des gegenseitigen Verständnisses aufgestellt. Ein Kreuz als Symbol der Versöhnung nach vierhundert Jahren weiterlesen