Kategorie-Archiv: Nezařazené

Bulletin 44 – Sommer 2018

Der Leitartikel

Liebe Leser,

wie groß ist die Freiheit in der wirtschaftlich boomenden Volksrepublik China? Wir wissen dazu manches und wundern uns nicht, dass Christen aus China fliehen. Ihr Leben ist tatsächlich in Gefahr.

Und es ist auch nicht verwunderlich, dass sie zu uns fliehen, in die freie Tschechische Republik, wo sie Verständnis und freundliche Aufnahme erwarten. Ihre Erwartungen werden enttäuscht, die politischen Verhältnisse in diesem freien Land sind nicht freundlich oder verständnisvoll, jedenfalls nicht gegenüber Migranten. Auch wenn die Mächtigen sich dabei auf den Begriff der christlichen Werte berufen. So verwendet ist der Begriff völlig sinnentleert und nichtssagend.

Und so können Sie in diesen Evangelischen Nachrichten aus Tschechien lesen, wie sich unsere Kirche gegenüber diesen Asylbewerbern verhält. Über den Widerstand der Kubaner gegen ihr Regime haben wir schon früher geschrieben, auch dieses Jahr hat unsere Kirche ihre Solidarität mit den kubanischen Dissidenten zum Ausdruck gebracht. Wir hoffen, dass sie an dem Programm, dass wir für sie in der Václav-Havel-Bibliothek durchgeführt haben, Freude hatten.

Und Ihnen, liebe Freunde, wünschen wir Freude am Sommer. Aber vor allem – halten wir die Freiheit hoch in Ehren, freuen wir uns, wenn wir nicht um sie kämpfen müssen. Sie ist ein hohes Gut.

Mit den besten Wünschen unserer Redaktion

Jana_PliskovaJana Plíšková

Bulletin 43 – Ostern Der Leitartikel

Liebe Leser,

schon in den letzten Ausgaben unserer Evangelischen Nachrichten aus Tschechien konnten Sie von den Jahrestagen lesen, die unsere Kirche durchlebt. Aber das Jubiläum, das für die Evangelische Kirche der Böhmischen Brüder vielleicht die größte Bedeutung hat, liegt noch vor uns: im Herbst dieses Jahres wird unsere Kirche 100 Jahre alt. Auch im Blick auf die Vorbereitungsarbeiten, die noch voll im Gang sind, ist dieser Jahrestag besonders anspruchsvoll. Die Feier soll ja würdevoll sein und der Wichtigkeit dieses historischen Meilensteins gerecht werden. Die Entstehung unserer Kirche ist nämlich nicht nur für uns, tschechische evangelische Christen, von Bedeutung, sondern auch für weitere Bürger unseres Landes, auch wenn sie sich dessen nicht unbedingt bewusst sind. Sie begegnen uns, sie hören von uns, wenn wir auf Unrecht und Lügen aufmerksam machen, nehmen unsere Hilfe an – die Hilfe von Kaplanen und Pfarrern, als Seelsorger, Lehrer, bei Trauungen

Bulletin 43 – Ostern DE

Diese Ausgabe unseres ökumenischen Bulletins erscheint kurz vor dem Osterfest. Das ist Absicht. Wir wollen darauf hinweisen, dass große und wichtige Jubiläen nicht nur einmal in 100 oder 500 Jahren stattfinden, sondern jedes Jahr. Jedes Jahr erinnern wir daran, welches Ende das Leben von Jesus Christus in dieser Welt nahm und feiern seinen Sieg über den Tod. Diese Botschaft hat für uns die größte Bedeutung und gibt uns Sicherheit und Frieden. Und sie ist es wert, erinnert zu werden und zwar jedes Jahr.

Plíšková2Ich wünsche Ihnen, liebe Freunde, dass sie an den Texten in unserem Bulletin Interesse und Gefallen finden. Und vor allem, dass Ihnen die bevorstehenden Osterfeiertage Frieden und Freude bescheren.

„Fürchte dich nicht! Ich bin der Erste und der Letzte und der Lebendige. Ich war tot, und siehe, ich bin lebendig von Ewigkeit zu Ewigkeit und habe die Schlüssel des Todes und der Hölle.“ (Offb 1, 17-18)

Im Namen der Redaktion Jana Plíšková

 Bulletin 43 – Ostern DE

Ein Pfarrer aus Glasgow in Prag. David Sinclair wird in Zukunft die Beziehungen der EKBB zu englischsprachigen Ländern pflegen

Sinclair DavidZur Pflege der reichhaltigen Beziehungen zwischen der Evangelischen Kirche der Böhmischen Brüder und Kirchen in englischsprachigen Ländern wird Pfarrer David Sinclair aus der presbyterianischen Kirche von Schottland (Church of Scotland) beitragen. Seit Beginn des neuen Jahres arbeitet er in der Ökumeneabteilung der Kirchenkanzlei der EKBB und wird weitere vier Jahre dort verbringen. Er wird sich dort um ausländische Besuche kümmern, deren Programme organisieren und auch Kirchengemeinden zur Verfügung stehen, die eine Partnerschaft mit Kirchengemeinden in englischsprachigen Ländern entwickeln wollen. Ein Pfarrer aus Glasgow in Prag. David Sinclair wird in Zukunft die Beziehungen der EKBB zu englischsprachigen Ländern pflegen weiterlesen

Bulletin 42 – Advent 2017 Der Leitartikel

Liebe Leserinnen und Leser,

große Jubiläen gibt es in kirchlichen Kreisen, besonders in der Evangelischen Kirche der Böhmischen Brüder in den letzten Jahre wahrlich genug.

Im Jahr 2015 sind 600 Jahre seit dem grausamen Tod von Jan Hus vergangen, ein Jahr später 600 Jahre seit dem gleichen Tod von Hieronymus von Prag und dieses Jahr feiern wir das 500. Jubiläum des Beginns der Weltreformation, verkörpert vor allem in der Person Martin Luthers und verortet mit dem Thesenanschlag an der Schlosskirche in Wittenberg.

In dieser neuen Ausgabe unserer Evangelischen Nachrichten aus Tschechien können Sie von zwei Ereignissen lesen, die im Zusammenhang mit diesem Jubiläum unsere Kirche betreffen.

Das freut uns, aber gleichzeitig müssen wir auch über dunkle und schmerzhafte Seiten unseres Lebens schreiben, vor allem, was wir dagegen tun können. Dr. Denis Mukwege, dieser mutige und standhafte Arzt aus der Demokratischen Republik Kongo, kann uns hier in diesem Sinn ein schönes Beispiel sein. Von ihm erzählt Olga Navrátilová, Mitglied des Rates des Lutherischen Weltbundes.

Der Advent bringt uns Hoffnung, trotz allem Schlechten, das sich in unserer Welt so gerne ausbreitet. Er bringt uns die gute Nachricht davon, wer Herr über alles ist und von wem unsere Erlösung kommt. Das ist eine Botschaft, die besonders vor Weihnachten, verbreitet werden soll.

„Weil wir denn einen großen Hohenpriester haben, Jesus, den Sohn Gottes, der die Himmel durchschritten hat, so lasst uns festhalten an dem Bekenntnis. Denn wir haben nicht einen Hohenpriester, der nicht könnte mit leiden mit unserer Schwachheit, sondern der versucht worden ist in allem wie wir, doch ohne Sünde. Darum lasst uns freimütig hinzutreten zu dem Thron der Gnade, auf dass wir Barmherzigkeit empfangen und Gnade finden und so Hilfe erfahren zur rechten Zeit.“ (Hebr. 4, 14-16)

Jana_PliskovaJana Plíšková

Bulletin 41 – Sommer 2017

Liebe Leserinnen und Leser,

soll sich die Kirche ums politische Geschehen kümmern? Ja, natürlich. Gegenüber dem Unrecht in der Welt können wir nicht gleichgültig sein und es kann uns auch nicht egal sein, wer in unserem Land regiert, ob die Regierung moralisch handelt und ob sie das Wohl ihrer Bürger oder nur ihr eigenes im Blick hat. Politik ist nicht schmutzig, wie es heißt und schon das ist gefährlich; Politik ist die Verwaltung der öffentlichen Angelegenheiten, die man nicht ganz aus der Hand geben darf – gerade weil wir Christen sind.

Bulletin 41 PDF

Daran erinnert der Ruf der Synode der EKBB zu den kommenden Wahlen in der Tschechischen Republik (Parlaments- und Präsidentschaftswahlen), den Sie in diesem Bulletin finden. Es ist eine Erklärung auf allgemeiner Ebene, die zugleich deutlich macht, dass den Synodalen, die wir gewählt haben und die daher für uns sprechen, nicht egal ist, wer sich wie um unser Land kümmert und eben auch, wen wir an die Spitze unseres Landes wählen.

Ich weise auch mit Freude auf ein Interview mit einem Mitarbeiter der EKBB-Zentrale hin, den viele von Ihnen persönlich kennen und der im März nach vielen Jahren offiziell seinen Dienst beendet hat, sich aber keinesfalls zur Ruhe gesetzt hat.

Von den weiteren Texten, die sicherlich interessant sind, erwähne ich nur einen Artikel aus der Rubrik Diakonie. Es lohnt sich die ungewöhnliche Geschichte von den Statuen der Diakonie Litoměřice/Leitmeritz zu lesen – sie ist lustig und hat ein gutes Ende.

Unsere nächste Ausgabe des Bulletins kommt erst in der Adventszeit. Bis dahin wünschen wir Ihnen eine gute und sinnvoll verbrachte Zeit, Hoffnung und Frieden in allem was Sie tun und was Sie erwartet.

Jana_PliskovaFür den Redaktionsrat

Jana Plíšková

Der Leitartikel

Verehrte Leserinnen und Leser,

diese neue Ausgabe der Evangelischen Nachrichten aus Tschechien erscheint in der Osterzeit. Wir haben uns wieder bemüht, aus dem evangelischen Leben in Tschechien das auszuwählen, was für Sie jenseits der tschechischen Grenzen interessant und vielleicht sogar hilfreich sein könnte.

Ein großes und nicht leichtes Thema – auch in der Tschechischen Republik – sind die Flüchtlinge aus islamischen Ländern und wir wollen dieses Thema angehen: politisch, bürgerschaftlich und auch in der Kirche. Was uns als Christen aber missfällt ist, dass mit „christlichen Werten“ auch diejenigen argumentieren, die mit dem Glauben an Christus nichts zu tun haben und diese Werte zu einem bestimmten Zweck anführen – um unsere, also die „christliche“ Bequemlichkeit und Sicherheit zu schützen; noch schlimmer ist, dass so auch Politiker argumentieren, die daraus Kapital für die Wahlen schlagen wollen. Die Anti-Flüchtlings-Parolen fallen also auf fruchtbaren Boden. Dagegen hat sich unsere Kirchenleitung klar positioniert. Wie? Das erfahren Sie in diesem Bulletin.

Die 95 Wittenberger Thesen von Martin Luther und damit das 500. Jubiläum der europäischen Reformation sind zweifellos für den evangelischen Teil Europas wichtig und spielen auch in unserer Ausgabe der Evangelischen Nachrichten aus Tschechien eine Rolle.

Einer der sozialen Dienste der Diakonie der EKBB ist die Hilfe für die Opfer von häuslicher Gewalt. Das ist bekannt und lobenswert. Sich aber um die Täter dieser häuslichen Gewalt zu kümmern, ist ungewöhnlich. Lesen Sie bei uns, wie die Diakonie der EKBB diese Thema angeht.

Und schließlich noch eine Überraschung – ein Artikel über unseren langjährigen Mitarbeiter und Leiter der Ökumeneabteilung der Kirchenzentrale. Lesen Sie selbst!

jáMit den besten Wünschen für ein gesegnetes Osterfest

im Namen des Redaktionsrats

 Jana Plíšková

Der Leitartikel

Verehrte Leserinnen und Leser, liebe Freunde,

foto hvězda k úvoduHiermit legen wir Ihnen eine neue Ausgabe, die Adventsausgabe unseres Bulletins vor. Die Artikel widmen sich dem Zeitraum vom Sommer bis zum Ende des Kirchenjahres, thematisch nicht adventlich, doch kommen die Artikel gerade im Advent zu Ihnen. Ein neuer Anfang, mit neuer Hoffnung.

 Bulletin 39 advent 2016 (PDF)

 Was verdient besondere Aufmerksamkeit?

Zum Beispiel das Gespräch mit Mikuláš Vymětal, einem Pfarrer der EKBB, der auch Pfarrer für Minderheiten genannt wird. Im Artikel erfahren Sie, welch weites Aufgabenfeld er hat; neben dem üblichen pfarramtlichen Dienst wendet sich seine Hilfe an Roma und Flüchtlinge, auch an Muslime allgemein, man hört von ihm aber auch überall da, wo Unrecht geschieht.

Sich dem Unrecht entgegenstellen sollte sich jede Kirche, zwei Beispiele, die die Stellung der EKBB betreffen, eventuell auch des Ökumenischen Rat der Kirchen in der Tschechischen Republik und weiterer Vereinigungen, finden Sie auch in diesem Bulletin. Sie beschäftigen sich mit dem Roma-Holocaust und mit verfolgten chinesischen Christen.

Gerne mache ich auf einen Text aufmerksam, der den Dienst von Kaplanen betrifft. Dieser Dienst hat sich nach dem Jahr 1989, nach dem Ende des kommunistischen Regimes entwickelt; heute ist es schon eine zahlenmäßig stattliche Gruppe, die sowohl in Krankenhäusern, wie in Gefängnissen und in der Armee ihren Dienst tut. Doch dass eine Frau Militärkaplanin ist und an einer Militär-Mission in Afghanistan teilnimmt? Und dass in Tschechien auf sie der Ehemann  – Pfarrer und drei noch nicht erwachsene Kinder warten?! Lesen Sie, was uns die liebenswerte Pfarrerin von dort mitteilt.

Ich bin überzeugt, dass Sie sicher auch weitere Artikel in unserem Bulletin ansprechen, die ich jetzt nicht besonders erwähnen möchte. Lesen Sie selbst.

Für den Redaktionsrat grüße ich Sie herzlich und wünsche Ihnen Freude und Frieden in dieser hoffnungsvollen Zeit von Advent und Weihnachten.

jáJana Plíšková

 

 

 

Das Volk das im Finstern wandelt, sieht ein großes Licht; und über die da wohnen im finstern Lande, scheint es hell. Denn uns ist ein Kind geboren, ein Sohn ist uns gegeben, und die Herrschaft ist auf seiner Schulter; er heißt Wunderbar, Rat, Held, Ewig-Vater Friedefürst;  auf daß seine Herrschaft groß werde und des Friedens kein Ende auf dem Stuhl Davids und in seinem Königreich, daß er’s zurichte und stärke mit Gericht und Gerechtigkeit von nun an bis in Ewigkeit. ( Jesaja 9,1.5-6)

Bulletin 39 advent 2016 (PDF)